Lehrprojekt-Werkstatt

04.03.2021 -  

Das Team von labor:LEHRE startete am 23.02.2021 im Rahmen der Frühlingsakademie die erste Lehrprojekt-Werkstatt.

Die Lehrprojekt-Werkstatt gehört zu Modul 3 des PAL-Lehrzertifikates und verfolgt zum einen das Ziel, die in Modul 1 und 2 erarbeiteten Inhalte und Kompetenzen in eigene Konzepte zu überführen und ermöglicht zudem eine Vertiefung bzw. die individuelle und thematische Förderung der eigenen Person im Hochschul- und Lehrkontext. Zum anderen werden notwendige (z.B. digitale Lehrinhalte und -szenarien) und innovative Lehrformen direkt in die eigene Lehrpraxis umgesetzt. Die Lehrprojekt-Werkstatt bietet den Teilnehmer*innen Raum für konstruktiven Austausch, Beratungen und Reflexion.

Wie die Lehrprojekt-Werkstatt aufgebaut ist, welchen Mehrwert sie den Teilnehmer*innen bietet und weitere interessante Fragen beantwortet Thomas Berg vom Team labor:LEHRE in folgendem Interview.

 

Was ist die Lehrprojekt-Werkstatt?

Die Lehrprojekt-Werkstatt soll die Lehrenden der OVGU bei der Durchführung von Praxisforschungs- bzw. Lehrprojekten („Aktionsforschung“) unterstützen. Sie dient dem Austausch unter Lehrkolleg*innen unter Begleitung von fachlichen Inputs und vielfältiger Expertise, um sowohl die individuelle als auch die organisationale Lehrprofessionalität zu erhöhen. Im ersten Durchlauf erhielten die Lehrenden einen Überblick über Inhalt, Aufbau und Umsetzungsmöglichkeiten von Lehrprojekten in Zusammenarbeit mit dem Team von labor:LEHRE.

 

Wie ist die die Lehrprojekt-Werkstatt aufgebaut? (Ablauf)

Grundsätzlich unterliegt die Lehrprojekt-Werkstatt keiner starren Struktur, da sie (wie auch das gesamte PAL-Zertifikat) sehr bedarfsorientiert gestaltet werden soll. Dadurch ergibt sich eine Bandbreite von „A“ (wie Austausch unter Kolleg*innen) über „F“ (für Fachexpertise zu unterschiedlichsten Themen des Lehr-/Lernkontextes) bis hin zum „Z“ (wie „Zusammenkommen“, egal ob physisch oder eben im virtuellen Raum).

Im Fokus der ersten Lehrprojekt-Werkstatt vom 23. Februar 2021 stand dabei die Umsetzung von Lehrprojekten. Dabei wurden (exemplarisch) Ablauf und zeitlicher Rahmen thematisiert. Beginnend bei der (Lehr-)Ausgangssituation, einer Problemanalyse bzw. Herausforderungen, die sich für den Lehrkontext ergeben bis hin zur Überarbeitung des Lehrkonzeptes. Darauf aufbauend die Schritte der Umsetzung des neuen Lehrkonzeptes, ersten Ergebnissen bzw. Feedback (ggf. untersetzt mit Evaluationsergebnissen) sowie einem Ausblick zur möglichen Weiterentwicklung.      

 

Wie fügt sich diese in das PAL-Zertifikat ein?

Die Lehrprojekt-Werkstatt bzw. die Umsetzung eines eigenständigen Lehrprojektes ist im Modul 3 des PAL-Zertifikats verortet. Modul 3 verfolgt zum einen die Zielstellung, dass die in Modul 1 und 2 erarbeiteten Inhalte sowie Kompetenzen in eigene (Lehr-)Konzepte überführt werden. Zum anderen soll die individuelle und thematische Förderung der eigenen Person im Hochschul- und Lehrkontext ermöglicht werden.

Im Bereich „Lehre in der Praxis III.“, welcher insgesamt 60 Arbeitseinheiten umfasst (eine Arbeitseinheit entspricht dabei 45 Minuten), kann die Konzeption, Durchführung und Auswertung eines Lehrprojekts in diesem Rahmen erfolgen. Es werden 22 Arbeitseinheiten in Form von Präsensveranstaltungen absolviert. Die verbleibenden 38 Arbeitseinheiten, beispielsweise in Form von Arbeitsgruppentreffen und Beratungen durch die Mitarbeitenden von labor:LEHRE werden für die individuelle Selbstlern-Phase angerechnet. Die Anrechenbarkeit von Arbeitsstunden der Lehrenden, welche sie für die Erarbeitung eines Lehrprojektes o.ä. benötigen, ist somit ebenfalls gegeben. Dadurch soll die Mehrarbeit, welche durch die Veränderung der bisherigen Lehrveranstaltungen entsteht, positiv honoriert werden.

 

Welchen Mehrwert können die Teilnehmenden aus der Lehrprojekt-Werkstatt ziehen?

Am 23. Februar 2021 stand sicherlich das Informationsangebot zum Lehrprojekt des PAL-Zertifikats im Fokus. Darüber hinaus möchten die Lehrprojekt-Werkstätten zukünftig den Raum für einen kollegialen Austausch über Lehre aber eben auch für die gegenseitige Unterstützung (Schlagwort „Lehrenden-Tandems“) bieten. Dies kann sich sowohl in gemeinsamen (Lehr-)projekten als auch in der wechselseitigen Lehrhospitation widerspiegeln, um eine „Community of Practice“ (CoP) von Lehrenden an der OVGU zu etablieren.

 

Welches Resumee kann aus dieser Veranstaltung gezogen werden?

Die Teilnehmer*innen vom 23. Februar 2021 stehen kurz vom erfolgreichen Abschluss des PAL-Zertifikats. Mit dem letzten Schritt - der Umsetzung eines eigenständigen Lehrprojekts - unterstreichen sie dabei einerseits, dass die in Modul 1 und 2 erarbeiteten Inhalte sowie Kompetenzen in die eigene Lehre überführt werden. Zum anderen werden notwendige (z.B. digitale Lehrinhalte und -szenarien) und innovative Lehrformen (z.B. „flipped classroom“)direkt in der eigenen Lehrpraxis umgesetzt.

Die Lehrenden der OVGU leisten somit, in Zusammenarbeit mit dem Team von labor:LEHRE, einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Qualität von Lehre. Diesen Prozess möchten wir zukünftig verstärkt etablieren, ausbauen und verstetigen.

 

Wie geht es mit der Lehrprojekt-Werkstatt weiter?

Über die vier jährlichen Akademien zur Lehrprofessionalisierung und -entwicklung erreichen wir zunehmend Lehrende der OVGU, die in sich verändernden Lehr-/Lernsettings sowohl Chancen aber auch Herausforderungen für die Lehre sehen. Wir als Team von labor:LEHRE möchten die Lehrenden genau an diesem Punkt abholen, Ihnen passgenaue Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote zur Verfügung stellen sowie über die Lehrprojekt-Werkstätten einen „Raum“ anbieten, der den Austausch unter Lehrkolleg*innen ermöglicht und vereinfacht – im Sinne einer „Community of Practice“ (CoP) von Lehrenden der OVGU.

 

Letzte Änderung: 24.03.2021 - Ansprechpartner: fokuslehre@ovgu.de